Kiteline-Cumbuco - Kitesurfen in Brasilien: Schulung, Kurse, Verleih.
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 MIETWAGEN -

MIETWAGEN

Was für ein Wagen soll es denn sein?

Buggy
Wenn ihr euch ein Fahrzeug mieten wollt, empfehlen wir euch bei Entfernungen von weniger als 100 km von Cumbuco einen Buggy. Diese netten Strandflitzer haben keinen Allradantrieb sind aber durch leichte Bauweise und breite Hinterreifen für Strand und Sandpisten bestens geeignet. Da macht der Weg zum Kiten schon richtig Laune. Der Nachteil für lange Fahrten ist der Wind – besonders bei Gegen- oder Seitenwind ist er sehr nervend. Das pfeift richtig dolle. Auch kann man kaum Gepäck im Fahrzeug abschließen. Kites und Boards werden meistens auf dem Dach festgemacht. Ein andere Nachteil: Die Kisten haben eine hohe Pannenhäufigkeit. Wenn ihr sehr billige Buggies mietet, kann es euch passieren, dass ihr nur Ärger damit habt. Kosten für einen Buggy, der noch fährt liegen zwischen ca. 100 bis 150 R$ pro Tag. Achtung: die Buggyverleiher bieten keine Versicherung gegen Unfälle, Diebstahl oder Brand und auch nicht gegen Schäden an Dritten an. Es gibt auch neuere Modelle die sind noch teurer.

Ihr solltet vermeiden mit dem Buggy nachst zu fahren. Oft ist die Lichtausbeute wegen kaputter Lampen oder oxidierter Reflektoren gering. Auch sammeln sich schnell Salzteilchen an der Windschutzscheibe wenn ihr am Strand in der „maresia“ fahrt.

Am Kitecenter gibt es Froggies (grüne Buggies) die euch zur Lagune fahren können.

4×4 Allrad
Allradfahrzeuge sind für längere Fahrten die beste Wahl, weil sie im Verhältnis zum Buggy komfortabel sind und Off-Road einiges mit sich machen lassen. Eine Garantie gegen Festfahren im Sand bieten sie aber auch nicht. Die Fahrzeuge sind relativ schwer, der Fahrer sollte das Gerät immer in Bewegung lassen und nicht auf weichem Sand anhalten, wichtig auch den Reifendruck anzupassen. Auf Asphalt normal, auf Sand reifen platter machen. Kosten je nach Mietdauer ab 250 R$ pro Tag.

Normale PKWs
Wenn ihr haupsächlich auf der Straße unterwegs seid, kommt ihr auch mit einem normalen Wagen aus. Standard ist der VW Gol, eine Kreuzung aus Polo und Golf. Mit Klimaanlage und 150 Freikilometern pro Tag kostet ein Gol um die 75 R$.

Zum Führerschein

Normalerweise werden europäische Führerscheine anerkannt, es ist auf jeden Fall besser mit einem internationalen nach Brasilien zu kommen. Offiziell müsste man diesen für die Zeit des Aufenthalts (Visumdauer) bei der Verkehrsbehörde bestätigen lassen.

Wer Fahrzeuge mieten will, braucht neben dem Führerschein eine Kreditkarte und den Reisepass, das Mindestalter ist 21 Jahre.

Übergabe

Die Übergabe erfolgt entweder direkt am Airport, oder am nächsten Tag wird das Fahrzeug nach Cumbuco gebracht. Ich empfehle, das Fahrzeug nach Cumbuco bringen zu lassen. Die Flüge kommen Abends an und ihr möchtet nach zehn Stunden Flug mit Jetlag wahrscheinlich nicht noch quer durch Fortaleza fahren.

Ein paar Anmerkungen zur Verkehrsordnung in Brasilien

Seit Mitte 2008 gibt es ein neues Gesetz, das es verbietet betrunken Auto zu fahren. Vorher konnte man sich gegen Pusten oder Blutabnahme mit Verweis auf seine Persöhnlichkeitsrechte wehren und die Polizei musste einen meistens fahren lassen, selbst wenn die Fahne so groß war wie die vor dem Nationalkongress. Das geht jetzt nicht mehr und es wird auch kontrolliert. Das ist gut so. Trotzdem – gerade am Sonntag Nachmittag wenn alle vom Strand kommen, gibt es noch genug Deppen die betrunken in der Gegend herumheizen.

Die maximale Geschwindigkeit ist außerhalb von Ortschaften 110 km/h und innerhalb je nach Straßentyp zwischen 30 und 80 km/h. Alles klar? Daran hält sich aber niemand! Also einfach so fahren, wie die anderen auch, aber immer damit rechnen, dass plötzlich ein Esel oder ein anderes Tier auf der Straße steht, sich ein Schlagloch auftut, in dem auch mal ein Auto ganz verschwinden kann. Aus diesem Grunde raten wir dringend davon ab, in der Nacht längere Strecken außerhalb von Cumbuco / Fortaleza zu fahren. Die Straßen sind schlecht beleuchtet, viele Autos auch, Fußgänger, Fahrradfahrer und Kühe sowieso.

Noch ein Rat: passiv fahren und sich nicht auf Diskussionen einlassen! Es gibt immer wieder Drängler und viele andere lustige Verhaltenweisen, für die man in Deutschland sofort seinen Führerschein abgeben müsste. Links wird gerne langsam gefahren: Nur die Ruhe bewahren und vorsichtig rechts überholen, ist zwar nicht erlaubt, machen aber alle.

Es gibt auch fest installierte Blitzgeräte, die netterweise vorher angekündigt werden und jede Menge „Lombadas“ das sind Schwellen – man nennt sie auch „Quebramolas“ Federbrecher. Diese künstlichen Hindernisse sind leider nicht immer gut zu erkennen. Also, vorsichtig fahren.